Durchfluss ist Volumen je Zeit
Der Durchfluss beschreibt die Fördergeschwindigkeit, nicht den Pflanzenbedarf oder ausreichenden Druck. Unterscheiden Sie Liter je Minute von Litern je Stunde. Der Zonenbedarf ist die Summe gleichzeitig laufender Auslässe. Lesen Sie Produktwerte beim angegebenen Betriebsdruck; nicht jeder Auslass erreicht unter beliebigen Einbaubedingungen seinen Nennwert.
Verfügbare Zufuhr im Betrieb messen
Messen Sie die Füllzeit eines bekannten Gefäßes an der relevanten Entnahme und wiederholen Sie den Versuch. Statischer Druck bei geschlossenem Hahn beschreibt keine fließende Versorgung. Weitere Hausentnahmen verändern die verfügbare Menge. Für Auslegung benötigen Sie Druck und Durchfluss des gewählten Systems einschließlich Leitungen, Filter und Höhenunterschiede.
Verfügbarer Durchfluss muss weiterhin beim benötigten Betriebsdruck geprüft werden.
12 L in 45 Sekunden; jeder Tropfer nominal 2 L/Stunde.
Eine Messung mit Umrechnung
Werden 12 Liter in 45 Sekunden gesammelt, beträgt der Durchfluss 12 ÷ 45 × 60 = 16 Liter je Minute oder 960 Liter je Stunde. 240 Liter benötigen bei unverändertem Durchfluss 15 Minuten. Schon ein Liter Fehler beim Gefäßvolumen verändert den geschätzten Durchfluss um etwa 1,33 Liter je Minute. Ein bekanntes Volumen ist deshalb wichtig.
Gleichzeitig laufende Auslässe summieren
Eine beispielhafte Tropfzone mit 60 Auslässen zu je 2 Litern je Stunde braucht 120 Liter je Stunde, entsprechend 2 Litern je Minute. Vier gleichzeitig laufende Zonen benötigen 8 Liter je Minute vor weiteren Nutzungen. Nacheinanderbetrieb kann die Zufuhr einhalten, braucht aber ein ausreichendes Zeitfenster für sämtliche Zonen.
Pumpenleistung nicht allein ableiten
Pumpenauswahl benötigt zusätzlich Förderhöhe, Zieldruck, Verluste, Quellenbedingungen und Pumpenkennlinie. Die Durchflussrechnung bestätigt weder Eignung noch Betriebsleistung einer Pumpe. Ein Eimertest am Hahn beschreibt womöglich nicht die Verhältnisse am entferntesten Tropfer. Prüfen Sie nach Installation repräsentative Auslässe statt ausschließlich der Quellmessung zu vertrauen.
Prüfliste zum Durchfluss
- Volumen- und Zeiteinheiten nennen.
- Gefäßtest wiederholen.
- Konkurrierende Nutzung berücksichtigen.
- Gleichzeitige Auslässe summieren.
- Betriebsdruck prüfen.
- Entferntesten Auslass einbeziehen.
- Hydraulische Auslegung von Mengenrechnung trennen.
- Fertige Zone statt nur Quelle kontrollieren.



