Die Grenze des Wirkungsgrads definieren
Ein Nutzungsfaktor braucht Anfang und Ende. Dachabfluss im Verhältnis zum Regen unterscheidet sich vom Speicherzufluss im Verhältnis zum Dachabfluss. Beide unterscheiden sich von genutzten Entnahmen im Verhältnis zur jährlichen Regenmenge. Schreiben Sie diese Grenze zu jedem Beiwert. Zwei scheinbar widersprüchliche Prozentsätze können verschiedene Stufen derselben Anlage beschreiben.
Eine Verlustbilanz erstellen
Erfassen Sie Dachbenetzung, Rinnenverluste, Erstwasserabtrennung, Filterverluste, Speicherüberlauf und nicht entnehmbaren Rest jeweils einmal. Manche Verluste hängen von der Regenmenge ab, andere von Ereignissen, Intensität oder Speicherzustand. Für die Vorplanung genügt ein Gesamtfaktor. Eine detaillierte Simulation sollte Prozesse getrennt darstellen, sofern passende Messungen vorhanden sind.
0,90 × 0,80 nur multiplizieren, wenn die Faktoren unabhängige Verluste erfassen.
100 m² × 10 mm = 1.000 L; zwei alternative Faktordefinitionen.
Doppelte Berücksichtigung erkennen
100 m² und 10 mm Regen ergeben brutto 1.000 Liter. Ein Dachfaktor von 0,90 und ein davon unabhängiger Sammelfaktor von 0,80 liefern 720 Liter. Deckt der Wert 0,80 aber bereits sämtliche Dach- und Sammelverluste ab, reduziert die zusätzliche Multiplikation das richtige Ergebnis von 800 Litern fälschlich auf 720 Liter. Entscheidend sind die Definitionen.
Kleine Regenereignisse separat betrachten
Angenommen, eine Vorrichtung trennt beispielhaft je Ereignis feste 20 Liter ab. Fünf Zuflüsse zu 100 Litern verlieren dadurch zusammen 100 Liter, ein Zufluss zu 500 Litern nur 20 Liter. Trotz gleichem Bruttovolumen unterscheiden sich die gespeicherten Mengen. Ein Jahresprozentsatz bildet ereignisabhängige Verluste deshalb nicht immer ausreichend ab.
Kalibrieren, ohne Fehler zu verdecken
Sammeln Sie zusammengehörige Niederschlags- und Wasserstandsmessungen und berücksichtigen Sie Entnahmen sowie Überlauf. Bestimmen Sie eine plausible Bandbreite statt für jedes Ereignis einen unerklärten neuen Faktor zu verwenden. Bei plötzlicher Veränderung ist die Anlage zu prüfen. Eine verstopfte Siebfläche als normalen Wirkungsgrad anzunehmen verdeckt Wartungsbedarf und kann überteuerte Dimensionierungen begünstigen.
Prüfliste für Faktoren
- Anfang und Ende jedes Faktors nennen.
- Werte zwischen null und eins halten.
- Annahmen von Messungen trennen.
- Dachverluste nicht doppelt zählen.
- Niedrige und hohe Szenarien prüfen.
- Bekannte feste Abtrennmengen separat erfassen.
- Speicherzufluss und tatsächlich genutzten Jahresertrag unterscheiden.



